
Photoshop 5 - Der Arbeitsberiech
Gefunden auf einer uralten Festplatte und grade mal 31 MB groß ist eine alte Installation von Adobe Photoshop 5.0. Photoshop 5 stammt aus dem Jahr 1998 einer Zeit wo Photoshop fast alleine auf dem Treppchen der Bildbearbeitungsprogramme stand. Zwar gab es Programme wie Corel oder Paintshop Pro, allerdings war Photoshop damals schon etwas ehr etabliert als die anderen was Adobe bis heute zu seiner Monopolstellung aufbaute.
Beim öffnen des Hauptprogramm fällt einem erst einmal auf das alle Piktogramme der Toolliste monochrom sind. Das stammt noch aus der Zeit von Photoshop 1.0 der noch für Power Macintosh geschrieben wurde, dessen Betriebssystem recht geizig mit speicherfressenden Piktogrammen war und auch noch in der Version 5.0 erinnert das Aussehen stark an die alten Mac Tage. Unser Testrechner ist ein Quad Core Q8200 mit 4 GB RAM Arbeitsspeicher, Windows 7 und einem Freien Arbeitsvolume von 400 GB. Photoshop kommt damit problemlos klar, genauso wie das einfache ausführen der einfach aus dem Programmverzeichnis kopierten Photoshop 5 Installation. Registryeinträge oder Klassen Registration war damals noch nicht so üblich sodass die Installationsroutine einfach nur die Dateien auf die Platte kopierte. Photoshop 5.0

Die Toolbox
verhält sich ähnlich wie Photoshop 7.0 unter Windows 7, es passt sich zwar nicht völlig an den look and feel von Aero an, das tut es auch nicht bei Photoshop 7.0, aber die Oberfläche von Photoshop versucht sich farblich Aero anzupassen. Das ganze erinnert das sehr stark an die guten alten Windows 9x Zeiten, denn die Symbole und die „Speichern“ Dialoge, die im übrigen Aero haben, besitzen immer noch die Symbole und Schaltflächen längst vergangener Epochen.
Funktionen wie das Pentool oder das Slicetool sind nicht gleich zu finden alles ist ein wenig umständlicher. So muss man zum

Steif und fest - Die größe der dialogbox lässt sich nicht ändern.
Beispiel erst die „Pfad hinzufügen“ Funktion mühsam in der Toolbox suchen ehe man mit Pfaden arbeiten kann. Slices, wie hier schon mal erwähnt, beherrscht Photoshop 5.0 auch schon, allerdings alles ein bisschen ungewohnter als in den neueren Versionen. Die obere toolleiste die z.B die Optionen für die Ovaltools anzeigt fehl komplett, denn diese gab es erst in der nächsten Version. Stattdessen musste mal diese Einstellungen in der Menüleiste erledigen, denn es gibt scheinbar auch keinen “Anwenden” Knopf. Das Lesen von, von Adobe Photoshop 7.0 erstellte PSD Dateien geht anstandslos, allerdings kennt Photoshop 5.0 noch keine Gruppierungsordner, mit denen man die Ebenen etwas sortieren kann. Photoshop 7.0 Wiederum hat auch die Probleme von Photoshop CS/CS2 und höher erstellte PSDs zu lesen wenn’s darum geht wenn die Ordner noch Unterordner haben. Das öffnen von Adobe Photoshop CS3 und CS4 erstellten dateien im Kompatibilitätsmodus öffnet Photoshop auch anstandslos, allerdings wenn dieser ausgeschaltet wird und pure CS4 PSDs geöffnet werden sollen, verweigert Photoshop 5.0 seinen Dienst mit ner Stange an Warnboxen und Fehlermeldungen. Photoshop 5.0 lässt sich allerdings sehr einfach bedienen wenn man sich mit Photoshop auskennt. Es bietet die gleichen Funktionen wie die heutigen Versionen die man zum Vektorisieren braucht. Allerdings wer 3D Unterstützung und auf die Ausschneiden Funktion verzichten möchte sollte zu Photoshop CS4 wechseln, denn da hat Adobe die Funktion “Extrahieren” leider entfernt sodass man sich mit dem Lasso oder dem Magnetischen Pfad begnügen müssen beim Ausschneiden.

Farben werden natürlich dargestellt.
Farbbrillianz und die Farbechtheit hängt wie gesagt von dem verwendeten RGB Einstellungen ab die man verwendet, und die man auch recht gut einstellen kann. Das arbeiten mit Pfaden hat sich seid der ersten Version von Photoshop nicht geändert, sodass das Arbeiten damit richtig spaßmacht. Einschränkungen z.B beim einfärben einer Zeichnung, gibt es nicht. Das einzige Manko ist, das das Scollrad in Photoshop 5 nicht richtig funktioniert, da man zu der Zeit das eher selten hatte und die Mäuse damals eher Sondermodelle waren die man extra Treibern musste und evtl. diese Treiber die Scollfunktion mit dem scroll rad in Photoshop 5 mitgebracht haben.
Mit älteren Photoshop Versionen Arbeiten ist im Privatbereich kein Problem und auch praktisch wenn man nicht gerne 2 GB Festplattenplatz berappen möchte für eine Aktuelle Adobe Photoshop Version, und wenn man Mobil bleiben will, und die Installation einfach per Ordner kopieren kann

Pfade ziehen mit Photoshop 5
ohne was installieren zu müssen. Im Beruflichen ist das aber schon eine andere Sache, denn die damaligen Farb Voreinstellungen passen heutzutage fast nicht mehr in die entsprechenden Anforderungen vieler Druckfirmen. Auch die Aufwärtskompatibilität und ein paar Einschränkungen in Sachen Netzwerk lassen diesen Photoshop recht arm aussehen. Allerdings für den Privatanwender ist auch ein uralter Photoshop gut zu gebrauchen.