Projekt: Serverschrank
Eigentlich jeder Server der eine mehr oder wenige wichtige Aufgabe hat, sei es als Domänen Controller oder Webserver, in einem Serverschrank um vor den Langen fingern der Mitarbeitern oder eben zum Schutz vor äußeren Einflüssen, geschützt zu werden. Das ist zwar nicht so ganz üblich bei Homeservern, aber bei meiner Verkabelung und dem ganzen Netzwerk krempel ist das schon erforderlich. Was brauchen wir? Naja erst mal eine mehr oder weniger gut erhaltene Vitrine aus Holz, ein bisschen Geduld und eben die Elektronik…
Der Schrank:
Erst mal müssen wir in der Vitrine für ausrechend Frischluft sorgen, denn wenn ihr mehrere Server in einer Vitrine stehen habt kann das ganz schnell warm werden oder im schlimmsten Falle sterben die Server oder sogar ihr selbst in einem brachialem feuer *g* Also deshalb am besten die meistens bei diesen Ikea Dingern enthaltenen rückblende die aus einem pappe ähnlichen Holz besteht, lockern oder zumindest einen kleinen offenen Bereich schaffen damit die Server atmen können. Falls ihr so eine Vitrine habt wie ich wo zusätzlich noch Lampen o.ä drinnen ist und deswegen löcher in der Rückwand sind, kann man da auch prima die Kabel und die anderen wichtigen Verbindungen nach draußen verlegen. Um ganz sicher zu gehen in Sachen Temperatur solltet ihr euch ein kleines Thermometer in den Schrank stellen der die Umgebungstemperatur misst. Die Raumluft sollte nicht über 30°C gehen.
Die Verkabelung:
Die Verkabelung erfordert besonderes Augenmerk denn bei Falscher Verkabelung oder bei fahrlässiger Verkabelung kann das schon ganz schön gefährlich werden. So solltet ihr z.B keine Verteilerdosen nehmen wo die Isolierung vom Kabel schon lose ist o.ä Da besteht Lebensgefahr also Finger weg. Besser sollte man zu TÜV geprüften oder mit dem GS logo versehene Stecker leisten greifen, kosten zwar mehr dafür hat man aber auch die Gewissheit das man sich nicht so einfach 230V abholen kann. Zudem sollten stromführende kabel besser etwas weiter weg von anderen Datenführenden kabeln gelegt werden z.B Patchkabeln o.a. um Störungen zu vermeiden die durch die Stromkabel wo vieleicht besonders viel Leistung drüberfließt vermieden werden.
Die Komponenten:
Die meisten Leute die einen kleinen Heimserver haben stellen sich gleich einen Quadcore Rechner oder ganze PCs mit Netzteil in den Schrank um die beste Leistung zu erzielen. Das die dann hohe Leistung erzielen will ich nicht bestreiten allerdings wird die Stromrechnung dementsprechend hoch ausfallen, denn ein 24/7 Server der also Tag und Nacht an ist verbraucht ziemlich viel Strom sodass man je nach dem schon so 500 € Stromkosten zusammen bekommt. Um dem vorzubeugen und auch die Nerven eures Bankers zu schonen können wir anstatt den großen sperrigen Rechnern, einfach einen alten Pentium II Laptop nehmen die es mit ein wenig glück, voll funktionsfertig bei eBay oder beim hiesigen gebraucht PC Händler zu kaufen gibt. Noch mehr Strom sparen lässt sich indem man auf einen Server nicht Windows sondern ein Unix System installiert ohne grafische Oberfläche. Durch den verminderten Leistungshunger der Grafikkarte oder des Netzteils lässt sich noch mehr Strom sparen. Bei meinem Server, einer 366 MHz Maschine, komme ich grade mal auf 20W verbrauch, das nicht mal einer Glühlampe entspricht.
Wo wir gerade bei 366 MHz sind, das ist der Nachteil dieser stromsparenden Ausführung, denn je mehr Taktfrequenz oder neuer das verwendete Notebook ist, desto mehr Strom will der delinquent. Allerdings kann man mit 366 MHz, wenn man Linux oder ein anderes Unix OS benutzt, sehr gut arbeiten. So zum Beispiel lässt sich dieser Rechner prima als DNS-Server oder als Proxyserver benutzen. Zusätzlich löst meiner hier die Rechnernamen und Hostnamen in meinem Netzwerk auf und dient als zentrale Anlaufstelle im Netzwerk um den gesamten Computern im Netz nach draußen zu routen. Weiter im Text: Nachdem wir den Server besprochen haben, können wir DSL Modem und Router, oder wenn ihr beides in einem habt, auch in den Schrank stellen. Auch hier ist wieder zu beachten dass die Geräte nicht zu warm werden und das ihr das vorher richtig testet und ggf. Luftlöcher in die Rückwand macht, und vieleicht noch mit einem handelsüblichen Gehäuselüfter ausstattet.
Sonstiges:
Um unseren kleinen Selbstbau Rack noch ein bisschen Übersichtlichkeit zu geben, empfehle ich jedem Server oder gerät das im Schrank steht ein kleines Schild zu verpassen auf dem sich die IP und Hostname des Gerätes befindet. Sieht putzig aus und es ist hilfreich wenn man mal die IPs vergisst (Gibt ja solche experten).
Tags: Homeserver, Howto, Netzwerk, Server



