Als ich vor einiger Zeit immer öfter mitbekommen habe das immer mehr Leute sich zuhause einen eigenen kleinen Webserver hallten, sagte ich mir “warum du nicht auch?” Gesagt getan… Ich wollte also einen eigenen Server, also einen Kumpel ausm Nickforum angeschrieben. Ich sagte ich wollte einen Windows basierten Webserver haben wo ich eine mehr oberwenig große Webseite hosten möchte und der meine Arbeitsgruppe “MSHOME” verwaltet. Nun Hardware war so gut wie keine da, weil ich vor kurzem all meine Hardware verschenkt habe, leider, aber egal, kommen wir zum eigentlichen Thema – Dem ersten Server. Ich also wie gesagt meinen Kumpel angeschrieben – ich hatte zu dem Zeitpunkt keinen Plan von irgendwelchen Servern oder Netzwerktechnik! Ich Sagte zum Andi, „Sach mal ich will einen Server haben usw.“ Er dann so „ja klar kein Thema, machen wir“… Also den uralten DELL Laptop aus der Kiste gekramt und soweit fertig gemacht. Angeschaltet und: Uii Windows 98SE ist drauf! Ich dachte mir Naja Windows 98 ist doch auch ok” Naja, VNC drauf geklatscht und Kumpel machen lassen… Da ich damals unbedingt FTP wollte, weil bei Windows 98 die Netzwerk Umgebung immer zickte (Mal ging’s mal nicht) sodass ich nicht in der Netzwerkumgebung auf das online Verzeichnis zugriff hatte… Wir wollten also FilzeZilla FTP drauf machen, erwies sich dann aber als schwierig, weil die neusten Versionen nur unter Windows NT laufen und für Windows 98 gab es erst recht keine FTP Server… Ich dachte mir schon “das wars” aber der Andi hatte noch ein Ass im Ärmel, er installierte einen Browserbasierten FTP Server! Nach stundenlangem hin und her und Problemen und gebastel mit dem Apache, wars dann geschafft! Der NET.Server in seiner primitivsten Form.
Ich also total stolz, und war bereit das Teil mindestens 200 Tage laufen zu lassen. Ich suchte einen geeigneten Platz für den Server und stellte ihn auf das Regal über dem Fernsehgerät… mmh… Das ding ist Laut und hell…. Es war 04:00 Uhr und ich legte mich ins Bett um zu schlafen. Ich konnte aber nicht einschlafen weil der verdammte Server auch mit ausgeschaltetem Bildschirm Sau hell war… Ich also Aufgestanden (Es sollte nicht das letzte Mal sein) und die Klappe runter gedrückt. *sum sum sum klick* Toll… Jetzt iss er im Ruhrzustand…Ich also wieder klappe aufgemacht und AAAHGHH!! Apache wurde beendet etc., also alles neustarten usw. Gegen die Lautstärke konnte ich auch nichts machen und beschloss mich einfach damit abzufinden. Der Server lief einen Tag und eine Nacht und hatte 1T auf der Uptimer Uhr. Bis ich am Morgen des zweiten Tages zur Kontrolle den Bildschirm aus dem Leerlauf zurückbrachte, fielen meine ganzen Pläne den Bach runter… Bluescreen.. Und was fürn Prachtkerl “System ist ausgelastet” superklasse -.- Naja das wars dann erstmal für 3 Monate mit dem Server…
Bis ich wieder auf die Idee kam und noch eine alte Windows 2000 CD gefunden hatte die ich dann auch flux auf den Server installierte. Nach dem Setup das einigermaßen zügig voran ging startete der Desktop… Und startete, und startete.. *schnarch* Man-o-Meter würde Spannik jetzt sagen.. Ich also fast 2 Minuten gewartet bis der oben war, ich rechnete schon mit dem schlimmsten, aber Hey! So flüssig wie mit Windows 98! Cool! Jetzt hab ich NT und gleichzeitig die Performance von Windows 98! Man war ich stolz, ich gleich den ganzen Server kram installiert… ABER STOP! Windows Update meldete sich und wollte die Updates installieren, Ich dann „jo warum nicht…“ Also installierte er nach fast 5 !!! Stunden waren alle Updates drauf, aber der Rechner war nicht wiederzuerkennen
Lahm wie sau und scheinbar schwer von begriff… Naja dachte ich mir, das Issen Server der soll “Servern” und nicht schnell laufen. Also wieder alles eingerichtet hat auch wieder 2 Tage gedauert, und siehe da… Er läuft. Unglaubliche 5 Tage wurde der NET.Server mit Windows 2000 SP4 betrieben!! WOW 5 Tage !!! Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen! *Ironie* Naja egal, ich wollte ja damals den Server per Remote, sprich “VNC” bedienen… Aber als ich immer auf die Konsole wollte merkte ich das mein Grafiktreiber den Windows 2000 da für diese Steinzeit Grafikkarte bereitstellt, angefangen hat mich nicht mehr zu mögen
Immer wenn ich per VNC auf den Desktop des Server zugreifen wollte gab’s Grafikfehler und ich konnte den Rechner nicht mehr aus dem Ruhezustand zurückholen.. Ich sagte mir schon “So eine Scheiße!” Da schein das Thema “Server” in weiteferne gerückt zu sein! Aber.. Mein sehr guter Freund ritti, ein wirklichter “EDV Gott” der es schwer aufm kasten hat, sagte mir „nicht gleich verzweifeln, Versuchs doch mit Windows NT Terminalserver!“ Das war der Startschuss! Ritti und ich nahmen uns nenn tag “frei” und machten meinen Server! Ich rechne das ihm immer noch heute sehr hoch an das er sich Zeit für mich genommen hat. Also Erstmal ne Windows NT Terminal Edition besorgen… Damals noch über Skype ganz lässig “Ich hab sowas nicht – hasst du? ” Klar! Ich hatte noch eine Bootbare CD gefunden mit dem man das Setup programstarten konnte! Denn ein großes Handicap hatte mein Server… Er hatte kein Diskettenlaufwerk! Eigentlich Fatal, weil diese alten Windows Versionen noch auf Diskette verkauft wurden und selbst die CDs waren nicht Bootfähig, aber Ritti hatte da eine hergezaubert, frag mich nicht woher
Also CD ins CD Laufwerk und starten lassen… Mit Parametern wurde dann endgültig klargemacht das wir von CD starten.. Und siehe da TADA!! Ein Windows NT typischer Setup- Screen im DOS Modus
Also ging es los… Wir ließen ihn installieren, Netzwerk einrichten etc… Bis das erste Problem auftauchte! Bei der Installation des TCP/IP Protokolls blieb der Balken auf einmal stehen weil er, wie sich später herausstellte, das Diskettenlaufwerk nach den Treibern absuchte.. Resultat ? Neustarten -.- Und den ganzen Mist nochmal von vorne… Ich Überbrückte das aber mit einer speziellen CD einlege und wieder rausnehm Reihenfolge…! Also an einem bestimmten Punkt die CD rein ne andere rein und dann wieder rein. Stellte sich als Bastelei raus weil der Laptop ja nur ein CD Laufwerk hatte, indem auch der Installationsdatenträger eingelegt war. Endlich!!! War schon am aufgeben, aber es ging weiter… Jetzt hieß es die Netzwerkkarte Installieren…Eine uralte Xircom PCMIA Karte mit 32bit Bus. Super dachte ich mir… Ich also CD rein mit Treiber, ging aber nicht, weil Windows NT also die richtig alten NTs nur .inf Dateien als Treiber akzeptieren… Puh also Google befragt, da fand ich aber nur .exe Dateien… Komisch das von diesen Ominösen “Treiber Webseiten” stand das das auch für Windows NT 4.0, wozu ja der Terminalserver auch gehörte, ginge. Ritti war schon ganz aus der Puste, Weils immer wieder neue Probleme gab
Aber ritti hatte da auch was in seiner “Zauberkiste” und zwar hatte er auf irgendeiner CD bei sich zuhause noch alte inf Treiber rumfliegen! Bedenkt das wir die ganze Nacht Durch geskypt haben und immer in Verbindung waren… Also Webcam angemacht und auf den Laptopscreen gerichtet, damit er mir helfen konnte den Server lauffähig zu bekommen. Wie gesagt, die inf Treiber, hatte er mir geschickt und jetzt war das Problem, das der Server ja kein Diskettenlaufwerk hatte und ich leider einen 4,5 MB großen Treiber auf eine einzelne CD brennen musste. Naja hatte grade erst ne frische 300er spindel gekauft. Also CD eingelegt den Treiber für die Netzwerkkarte installiert. Hui… Es erschien ein Fenster wo er die IRQs wissen wollte von der karte… Toll, hab da ja keinen Schimmer von, irgendwas eingestellt und das Setup zu ende installieren lassen… Endlich, Das Betriebssystem startete.. Leider halt ohne Netzwerk, obwohl das Netzwerkkabel in der Buchse steckte… Es folge ein bastel- Marathon. Ritti erklärte mir nebenbei noch die Aufgaben dieser Terminalserver von damals noch während ich versuchte den richtigen IRQ zu finden, aber leider war das aussichtslos, weil es so viele verscheidende Kombinationen gab. Also sagte ich zu ritti das es einfach wäre auf der Zweiten Partition einfach Windows 2000 nochmal zu installieren und dort mit dem Windows 2000 Geräte Manager den richtigen IRQ zu finden, da Windows NT 4.0 keinen solchen hatte. Also wieder in die Hände gespuckt! Es war mittlerweile 3 Uhr Morgens und ich war noch beim installieren, die Webcam auf den Bildschirm gerichtet das ritti was sieht. Nebenbei unterhielten wir uns über Gott und die Welt, und vor allem über EDV Krimskrams, dass ich echt interessant fand. Also Windows 2000 startete ohne Probleme und ich schrieb die notwendigen Daten ab. E/A- FC00 – FC7F Speicherbereich: FF9FF 800 – FF9FFFFF ergibt also IRQ 9! Gar nichts so schwer, allerdings brauchten wir da die Speicherbereiche, und von denen gab es hunderte. Also wollten wir wieder in Windows NT Terminal Server starten, um die Windows 2000 Partition zu löschen. Wurde aber nix draus denn Windows NT 4 produzierte einen schönen Bluescreen mit der Meldungen NTFS_BROKEN so in der Art hallt… Herrlich, Windows 2000 hatte es irgendwie geschafft das NTFS Dateisystem des Terminalservers zu vermurksen, und das obwohl Win2k auf der anderen Partition lag !! Denn ihr müsst wissen das NTFS von NT4 und das von 2000 sind verschiedene Versionen. Sie können zwar gelesen werden von den Betriebssystemen, aber sie können nicht vom Kernel angesprochen werden. Naja sei es drum. Es war mittlerweile 4 Uhr moins und die Vögel haben schon gezwitschert… Ritti wich mir nicht von der Seite, denn er wollte das teil ja auch noch rennen sehn
Also wieder alles auf null, komplette Festplatte formatiert, und alles nochmal neu drauf…Dann die Daten in das Fensterchen eingetragen: SCHEISSE!! Den Speicherbereich den wir brauchen bietet der Treiber nicht an! -: Naja ich war eh schon am aufgeben sodass ich den nächst gelegenen Speicherbereich auswählte. Dann wie Windows NT 4 startete traute ich meinen Augen nicht, die LED der Netzwerkkarte leuchtete, weil wir vorher ja schon die Daten eingetragen hatten
Ich jubelte laut, und der ritti musste einfach nur lachen ^^ Tja dann ging’s los mit dem konfigurieren des Servers! VNC drauf, ritti übernimmt - Machte einen Heiden spaß und ich lernte dabei auch was, weil mir ritti alles genau erklärte… Wir waren dann soweit den Server soweit “abzuschließen” das heißt das die Konfiguration komplett ist und das wir ihn in den Schrank stellen! Das machten wir auch, und… Wunderbar, der Lüfter war aus weil NT4 die CPU nicht so viel belastet, ich konnte den Display des Servers runter drücken ohne das er in den Ruhezustand ging – PERFEKT!! Der Server lief nun 39 Tage lang ohne Probleme, als ich beschloss mit dem ritti zusammen den alten NT Server, IPv6 tauglich zu machen… Bei Microsoft fanden wir auch die passende Treiber Software etc. Also schweren Herzens Neugestartet nach der Installation, wegen dem Uptimer Project *g* und Zack ne kernel Fehlermeldung! Aber kein Bluescreen! Es war ein Dialogfenster in dem irgendwas von Kernel32.dll;Kernel32.dll;Kernel32.dll stand… Ganz komisch… Dann kam es auch zu anderen Probleme zum Beispiel das das Betriebssystem so alt war das einige System dll’s nicht mehr aktuell waren und sich Software zwar installieren lies die für NT war aber beim Starten immer ne Fehlermeldung rausgaben! Das endete dann so das ich nicht mal mehr diese webserver Software “XAMPP” bedienen konnte weil das php Interface verbuggt war.Schweren Herzens entschied ich mich dann mit ritti zusammen den Server wieder komplett platt zu machen und Linux drauf zu spielen. Ritti hielt mir schon zu NT zeiten immer vor “warum kein linux”
Also Neuste Etch Webinstall Distro gezogen von debian.org und installiert! Völlig ohne Oberfläche, einfach nur Konsole – Reiner Text!
Nach dem wir installiert haben wurde die Netzwerkkarte gleich ohne irgendwelche fragen erkannt und installiert und alles funktionierte auf Anhieb! Ritti konnte gleich via SSH drauf zugreifen, und stellte mir alles ein! Mittlerweile habe ich einen DNS Server, Teamspeakserver,IRC, ipv6 und so viel mehr drauf laufen! Linux ist tatsächlich das perfekte Betriebssystem für den Server und er läuft bis heute ununterbrochen! Mittlerweile läuft der Server sehr stabil, und er ist aus dem täglichen Alltag nicht mehr weg zu denken, schließlich löst er meine DNS auf und sorgt dafür das mein IRC Netzwerk läuft. Außerdem ist es immer praktisch eine Linux Konsole zu haben, wenn man mal was kompilieren must, vor allem wegen den vielen Laufzeitumgebungen und den Programmiersprachen. Rittis Server läuft nach dem gleichen prinziep wie meiner: Laptop, geringer stromverbrauch, Linux…
Also hatte ich also Linux drauf… Zuerst wusste ich nicht was ich damit anfangen soll. “Hää ? Kein Desktop ? Wasn Scheiß” dachte ich an manchen Tagen. Ich kann aber nur sagen, das ich mir kein besseres Betriebssystem vorstellen kann als Linux für diese art von Rechnern. Vor allem wenn der Server, wie in meinem falle, nur 128 MB RAM und einen 366 MHz Prozessor verfügt. Ein Linuxsystem völlig ohne Oberfläche das rein textbasiert ist, entlastet die System Ressourcen entscheidend und bringt auf kurz oder lang einen entscheidenden Leistungschub! Auch entlastet die geringe Leistungs- Anforderung auch die Hardware, und natürlich auch den Geldbeutel. Man muss erstmal versuchen einen Server auf einen Desktop PC aufzusetzen, sprich, ein 500W Netzteil 1 GB RAM etc. Da kommt man nach ein paar Monaten schon auf 200 Euro mehr auf der Stromrechnung. Deshalb sind solche “hyper Server” im Privatbereich nie lange am Netz. Deshalb sage ich, wenn auch ihr einen solchen Server haben wollt: Benutzt keinen Desktop Rechner! Benutzt nur einen Laptop bzw. Notebook für euer vorhaben.
Ritti und ich hatten also aus meinem Windows 98 Laptop einen vollwertigen kostengünstigen Linux Server gemacht. Eine regelrechte eierlegende Wollmilchsau! Auf Linux klappte die IPv6 Unterstützung auf Anhieb, keine Neustarts etc. Das Coole an Linux ist, das es scheinbar Modular aufgebaut ist d.H das wenn ich etwas installiere oder änder, das ich nur die Anwendung neustarten zu brauche, nicht das ganze System. Später kahm dann ein IRC Server hinzu der auf unter Windows NT lief, aber hier einfacher zu installieren war als unter Windows. Einfach die Pakete gedownloadet, Kompilieren lassen und die Config bearbeiten, wobei mir Ritti half und ich persönlich nicht durchgestiegen bin ^^ Zurück zum IPv6: Dar hier IPv6 nur durch sogenannte “Tunnelbroker” verfügbar ist, haben wir uns so einen angeschafft. Das war auch der Grund warum wir unter NT4 neustarten mussten weil wir den IPv6 stack installieren wollten. Dummerweise lief das Program nicht und der Tunnelbroker SixXS lehnte meine Mitgliedschaft eh ab. Naja unter Linux hatten wir dann einen neuen Tunnelbroker nämlich “freenet6″ dieser erwies sich dann aber als absoluter Müll weil die Pingzeiten katastrophal waren. Nun ja, ich gab nicht auf und stellte das Problem mit SixXS klar, sodass ich doch einen Tunnel bekam. So das es nun möglich ist eine DNS Auflösung zu ermöglichen und Namensserver etc. Das Gute an IPv6 ist das man keine Ports forwarden muss und das man keine 24 Stunden Trennung hat Naja wie auch immer, Linux war auf dem Server und bis heute gab es keine Probleme damit. Es amen kleine Spielereien wie TeamSpeak drauf, als Skype Ersatz, oder kleinere Konsolen spiele, wie Tetris. In Linux gibt es auch kleine Erleichterungen wie zum Beispiel einen Download Manager! Ja ganz genau einen Downloadmanger unter der Konsole! Damit ließen sich leicht Dateien runterladen. Das Zielverzeichnis musste man einrichten indem man zum gewünschten Zielverzeichnis navigierte z.B cd /var/www wie in diesem Falle.
Zugegeben die Tastaturbedienung dieses Servers ist am Anfang ungewohnt, aber wenn man den bogen raus hat macht es sogar Spaß! Die Maus die bislang immer am Server gesteckt hatte habe ich schon lange nicht mehr angeschlossen! Tja, leider explodierte dann das Notebook und mit dem Server wars aus^^ 144 Tage lang hats gedauert und muss sagen, es war geil