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Der “Thin Client”

Freitag, 26. Februar 2010

Nachdem vor einiger Zeit mein alter Gastrechner den ich Liebevoll “Schrotti” nannte das zeitliche segnete, aufgrund einer Kaputten Festplatte, und ich ihn Ausgeweidet hatte und seine Einzelteile schon anders wo eingeplant waren, beschloss ich mich doch ihn zu behalten.

Schrotti in einzelteilen

Schrotti in Einzelteilen

Die Rede ist von SCHROTTI, einem mit einem AMD Athlon 1000 MHz, 384 MB RAM ausgestatteten Rechner der schon seine besten Jahre hinter sich hatte und so etwas um den 2000/2001 dreh rum modern war. Schrotti war bzw. ist der ideale Rechner für Gäste oder eben für Bastelleien, wenn’s ums Netzwerk geht und aber auch andere Dinge sind durchaus zumutbar durch seinen im Vergleich schnellen Prozessor und seinem RAM der für damalige Verhältnisse schon recht üppig war. Ich beschloss Schrotti wieder zum Leben zu erwecken, allerdings war das nicht so ganz einfach denn ich habe, wie oben erwähnt, Schrotti schon in alle 4 Himmelsrichtungen zerstreut denn ich brauchte seine Ersatzteile. Allerdings war das Schicksal gnädig sodass meine Pläne sich änderten da das Projekt für das ich die Teile von Schrotti brauchte, nicht verwirklichen ließ.

Erhalten war gerade einmal ein ziemlich Ramponiertes Gehäuse wo etliche Gehäuse blenden fehlten und ebenfalls die Rechte Gehäuse- klappe die schon von Anfang an fehlte. Die Hardware zusammen zu suchen war schon recht schwierig und nervend. Dann hatte ich sie allerdings zusammen und so Sah es aus:

  • Hauptplatine Abit KT7A mit KT133A Chipsatz von VIA sowie Sockel A
  • AMD Athlon CPU mit 1000 MHz Taktfrequenz
  • anfänglich 384 MB Arbeitsspeicher
  • Eine alte 10M/Bit 3Com “3C900″ Kombokarte mit einer RJ45 sowie einem alten BNC Anschluss
  • Nvidia RIVA TNT2 Grafikkarte mit 32 MB Speicher

Dann Stand das zusammenbauen an. Das Motherboard sowie Speicher und Netzteil waren alle einzeln, allerdings gottseidank nicht zerlegt… So brauchte ich nur die einzelnen Komponenten einzubauen.

Schrottis gehäuse

Schrottis Gehäuse

Also erst mal Gehäuse aufschrauben sowie den Platinen halter bzw. das Gestell mit dem Abstandshaltern befestigen. Danach vorsichtig das Board einpassen und behutsam mit den passenden Schrauben befestigen. Aufpassen das man nicht ausversehen einen Kondensator oder eine leiterbahn beschädigt, und sei es noch der so kleinste Kratzer… Nachdem alles fest ist, von der Platine her, wenden wir uns erst mal der CPU. Hier ist zu beachten das man erst mal sich Entladen sollte, also mal kurz an PC Gehäuse (Oder Annen Heizkörper langen :p) fassen damit die Statische Ladung abfließen kann. Die CPU setzen wir RICHTIGRUM in den A Sockel und drücken ihn gleichmäßig am Keramik Gehäuse nach unten. Achtung: Wenn’s geht nicht auf den Die fassen, denn so ein Athlon hat noch einen außenliegenden Die. Anschließend den Sperrhebel wieder umlegen.

Jetzt müssen wir erst einmal die CPU mit Wärmeleitpaste präparieren… Aber Vorsicht, nicht eincremen! Und nur einen stecknadelgroßen tupfen auf den Die setzen (Dem Silber/dunklen Rechteck auf der CPU)… Stecknadelkopfgroß deswegen weil wir jetzt den Kühlkörper aufsetzen.. hier ist auch Vorsicht geboten, denn den kann man ganz schnell falsch aufsetzen sodass man nachher beim einschalten ne böse  Überraschung erlebt, nämlich das die CPU mitsamt Board im schlimmsten Falle abkocht. Den Kühlkörper also richtigrum aufsetzen und vorsichtig auf dem Die platzieren sodass sich die Wärmeleitpaste schön gleichmäßig auf dem Die und auf der aufsetzfläche des Kühlkörpers verteilt. Wenn wir dann zufrieden sind, müssen wir nur noch den “Spanngurt” also die Spannkleme um den Kühlkörper klemmen und befestigen. Vorsicht: Ist ziemlich schwierig denn man braucht ein bisschen Kraft dazu. Dann setzen wir den Arbeitsspeicher ein, 2 128 MB PC100 Riegel, also insgesamt 256 MB RAM in die Speicherbänke ein und gucken auch dort das wir die nicht falschrum einsetzen. Der andere RAM Baustein wurde mir zerstört indem ein Kumpel einfach mit seinen Fingern an die Chips gefasst hat und diese dann natürlich aufgrund seiner Statischen Aufladung den Geist aufgegeben haben.

Wenn dann alles sitzt und Luft hat,  ist erst mal die Heikelste Arbeit erledigt. Jetzt sollten wir das Netzteil mit den dazugehörigen Schrauben befestigen und gut festziehen. Denn wenn das Netzteil runter auf die Platine kracht, war alles umsonst… Kabellage und Stecker stecken wir dann in die vorhergesehenen Buchsen und verlegen die Kabel möglichst ordentlich.

Nun müssen wir die Festplatte in diesem falle war es eine 40 GB Platte von Western Digital, ein den Laufwerksträger einpassen und wenn möglich ohne irgendwo dran zuknallen. Wenn alles sauber eingepasst ist schrauben wir die platte notgedrungen fest und befestigen IDE sowie Stromkabel. Das gleiche machen wir mit dem CD Laufwerk einem stink normalen 52fach Laufwerk, und kontrollieren vor dem Einbau ob das Gerät richtig gejumpert ist. Das selbe sollen wir auch zuvor bei dem Einbau der Platte machen. Wenn alles OK ist passen wir das Laufwerk ein, verkabeln es mit dem Sekundären IDE Flachbandkabel und dem Strom und Schrauben alles fest. Jetzt stecken wir noch die Erweiterungskarten in die PCI/AGP Steckplätze und Schrauben diese dann fest.

Schrotti war also wieder zusammengesetzt, zwar mit weniger RAM als zuvor aber beim einschalten zeigte sich das Teil lief noch! Natürlich ohne Betriebssystem, allerdings hab ich noch eine Windows XP Lizenz, also auch kein Problem.

Schrotti läuft also wieder und wurde auch gleich in die Domäne gehängt…