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Photoshop 5.5 im Test

Samstag, 19. Juni 2010
Photoshop 5.5

Photoshop 5.5

Nachdem ich endlich eine Installierbare Version von Photoshop 5 auf E-Bay samt Lizenz auftreiben konnte, konnte ich nun im Vollen Umfang testen. Das letzte mal haben wir Photoshop 5.0 getestet, allerdings war das eine fertige Installation. Dieses mal testen wir eine installierbare und eine etwas neuere Version von Photoshop, nämlich die Version 5.5! Photoshop 5.5 stammt aus dem Jahre 1999 und war für den Einsatz unter Windows 98/ME/2000 gedacht. Natürlich läuft diese Version auch noch mit Windows XP, Vista ja und wie wir wissen sogar auch mit Windows 7 problemlos und ohne Einschränkungen. Dort wo Photoshop CS2 bei Windows Aero den Schwanz einzieht und dafür sorgt das Aero deaktiviert wird, kann Photoshop 5.5 sowie alle alten Versionen von Photoshop wunderbar mit den Effekten der neuen Windows Vista artigen Betriebssystemen umgehen.

Das komplette Installationspaket  ist inklusive den Beispieldateien und der Dokumentation auf PDF, rund 110 MB groß und genügt sich mit den

Installation...

Installation...

minimalsten Einstellungen mit nur rund 50 MB. Die Installationsroutine startet wie gewohnt mit dem Logo und einem kleinen Fensterchen mit Statusbalken das uns sagt das die Installation vorbereitet wird. Das Installationsprogramm an sich ist typisch für die 90er gewesen ein spartanischer Hintergrund mit einigen Logos wie es auch bei Microsoft Office zu der Zeit genutzt wurde, man denke nur an Office 95/97. Die Installation vollzieht sich in Sekunden, man kann richtig sehn wie der Ladebalken konsequent durchläuft und sich das Installationsprogramm nach dem Installationsvorgang brav bei einem bedankt das wir Adobe Photoshop gekauft haben. Nach den üblichen Assistenten nach dem Programmstart, die nach den Farbeinstellungen und nach Monitorkallibrierung fragen haben wir Photoshop 5.5, bzw. dessen Arbeitsfläche vor uns…

Auswahl Dialog

Auswahl Dialog

Photoshop 5.5 hat wie sein Vorgänger 5.0 und all den anderen Versionen davor noch die blasse Optik von der Ur-Macintosh Version. Generell ist es für jemanden der sich mit den Neueren Versionen ab Version 7.0 auskennt, schwierig sich dort erstmals zurecht zu finden. Auf dem ersten Blick sieht es genau so aus, die Menüs, die Funktionen und die Anordnung der Tools an der rechten Seite… Allerdings auf dem Zweiten Blick erkannt man das man auf einige Bequemlichkeiten aus den neuen Versionen verzichten kann. So kann man z.B den Öffnen Dialog nicht beliebig vergrößern oder verkleinern, nein denn er bleibt stuf köpfig so wie er ist. Das liegt damit zusammen das die damaligen Betriebssysteme vom Explorer aus nicht so flexibel und Modular waren wie heute. Auch wird einem auffallen das man keine Toolleiste hat wenn man ein Werkzeug auswählt die normalerweise zwischen den Menüs und der Arbeitsfläche

Pinselstärke auswählen

Pinselstärke auswählen

erscheint. Stattdessen muss man jedes Werkzeug einzeln doppelt anklicken sodass man über beispielsweise die Pinseloptionen so banale Sachen wie Pinselstärke einstellen kann. So ist auch das Ein- und Aus zoomen ungewohnt, denn man muss entweder mit dem Handwerkzeug oder dem Zoomtool selbst mit einem

Platzsparend untergebracht

Platzsparend untergebracht

Rechtsklick ein Kontextmenü aufrufen das die entsprechenden Zoomfunktionen bietet. Eine Neuerung gegenüber von Photoshop 5.0 ist das man jetzt, wenn man ein Werkzeug aus der Toolbox mit gedrückter Maustaste festhält, eine Auswahl von den anderen verfügbaren Werkzeugen erscheint. Dies war zuvor nur eingeschränkt verfügbar und wurde hier deutlich verbessert. Zur Kompatibilität gibt es wieder die üblichen Probleme, das z.B in Photoshop 5.5 immer noch keine Ebenen Ordner unterstützt werden. Wenn man mal eine mit Photoshop 7.0 erstellte PSD Datei öffnet sieht man warum. “</Layer set>” wird ausgegeben, scheinbar eine variable die Photoshop 5.5 noch nicht interpretieren kann. Desweiteren existiert nicht keine “Proportionen beibehalten” Funktion die ein Bild beim Vergrößern

Murks

Murks

oder verkleinern automatisch den gegenüberliegenden Wert passend anpasst. Für eine weitere Überraschung sorgte das Textwerkzeug, das nicht wie gewöhnt den Text direkt auf das Bild setzt, sondern erst einen Dialog öffnet wo man den Text erst dementsprechend formatieren kann. Noch eine positive Überraschung war das

Druck funktioniert auch!

Druck funktioniert auch!

Photoshop 5.5 sich offenbar mit dem Tablett Treiber versteht und Pressur und Grafikdigitizer unterstützt.

Vorskizzieren mit Bleistift leicht gemacht

Sonntag, 23. Mai 2010

Hilfslinien

Hilfslinien

Insbesondere wenn man Anfänger ist und z.B aufwendigere Bilder Zeichnen will  wie von Zeichentrickfiguren oder komplexe Gebäude sollte man sich aufs sogenannte vorskizzieren verlassen. Das vorskizzieren ist eine Art Hilfslinie die ich insbesondere heute noch gern benutze weils einfacher ist und man sehr leicht die Proportionen verhauen kann. Andererseits sollte man sich darauf einstellen mehrere Bleistifte zu benutzen… Für meine Demonstration habe ich mir als Motiv einfach mal Lisa Simpson ausgesucht, und nutze hierfür einen 3H Bleistift, also einen sehr Harten und eine 2B Bleistift, ein sehr Weicher und somit auch mit kräftigeren Schwarztönen ausgestatteter.

Man kann es sich aussuchen ob man erstmals Hilfsgitter anzeichnen oder eine Referenz benutzt um die Gitternetze o.ä Hilfslinien hinzuzufügen oder man macht aus reiner Intuition heraus erste grobe umrisse wie auf dem Bild zu sehen ist.

Grobe Umrisse von Lisas Kopf

Grobe Umrisse von Lisas Kopf

Wenn wir nun eine Grobe Einschätzung von den Ausmaßen haben sollten wir anfangen zu Zeichnen und die Details auszuarbeiten wie etwa der Igelige Kopf, Augen, Nase und die anderen Merkmale. Wir benutzen immer noch den 3H Bleistift!

Der Rohsketch ist fertig!

Der Rohsketch ist fertig!

Nachdem die Rohzeichnung fertig ist nehmen wir den 2B Bleistift in die Hand und fahren die zuvor gezeichneten Linien nach wie auf einem Pauspapier und verstärken damit die Linien damit wir später bessere Ergebnisse nach dem Scannen erfahren.

Das Endergebniss

Das Endergebniss

Nun haben wir mithilfe von einfachen Linien uns Arbeit erspart und bekommen dadurch auch teilweise bessere Ergebnisse als ohne. Es gibt auch Cracks die das alles auf dem Kopf machen aber das ist eine andere Liga. Mit den Simpsons kann ich das nicht Demonstrieren aber mit Wanda!

Dazu Zeichnen wir einfach erst einmal ein Stück Hals und eine Hälfte Ohr. Dort zeichnen wir als Hilfe ein Stück Ohr hin wo der Kreis, also in dem falle das Ohr wieder ankommen soll und ein schönes rundes Ohr abbilden soll… Damit wir das besser abschätzen können nehmen wir diesen ankerpunkt als Fixpunkt und sehen zu das wir seinen schönen Kreis hinbekommen.

Fixpunkt für das Ohr

Fixpunkt für das Ohr

Jetzt erweitern wir die erste Linie hinter dem Ohr auf zwei etwa 25° voneinander gespreizten Linien die den Haarschopf von Wanda an der Seite bilden soll. Gleichzeitig ziehen wir uns eine große gebogene Linie die den Kopf bzw. auch die Backe bilden und passen auf das sich wenn der bogen den oberen Rand erreicht, sich die Biegung parallel zu dem späteren Haarkringel auf Wandas Haupthaar ausrichtet.

Kopfkonstruktion

Kopfkonstruktion

Nun kommt der schwierige Teil der etwas Übung erfordert, nämlich ihre Haartolle die sich in sich selber gekringelt. Um erst mal zur Tolle zu gelangen müssen wir die beiden parallelen striche etwas verschoben zueinander zulaufen lassen das auch etwas schwierig ist. Um dann schließlich die Tolle hinzubekommen einfach eine schöne lange, gleichmäßige Ellipse machen an der untersten Linie die von den Ohren kommt und einfach in sich selbst rollen. Zugegeben ziemlich schwierig aber mit Referenzen oder mit den Bildern hier eigentlich nach zu Zeichnen.

Haar und der rest des Kopfes

Haar und der rest des Kopfes

Nachdem das erledigt ist fügen wir Augen hinzu, die man auch mithilfe von Hilfslinien gleichmäßig hinbekommt, wenn ihr es freihändig lernen wollt erfordert das auch ein wenig Übung. Nach den Augen machen wir unserer Wanda auch noch Augenbrauen und Augenlieder die diesen typischen Schlafzimmerblick erzeugen. Pupillen werden einfach nur in einem 90° Winkel an Auge und Augenlied angelegt.

Fertig

Fertig

Nun machen wir noch die letzten Details wie Mund, Lippenstift, Wimpern und dem kleinen Haarzopf am Hinterkopf.

Zeichnungen in Desktopauflösung

Freitag, 12. März 2010

Ein altes Problem wenn man Wallpapers erstellen will aus einer Zeichnung, ist die Desktopauflösung. Die Zeichnungen verlustfrei, das heißt ohne das die Zeichnung sich verzerrt, ist mit dem alleinigen anpassen der Bildgröße im Nachhinein nicht immer gegeben. Um eine Zeichnung die man vieleicht für ein Wallpaper benutzen will, mit Photoshop in form zu bekommen ohne das es  Verzerrungen gibt, lässt sich realisieren durch einen kleinen aber ganz simplen Trick. Er ist fast so simpel das es nicht Wert ist hier darüber zu schreiben, allerdings gibt es mehrere Möglichkeiten Zeichnungen verlustfrei zu biegen.

Dialog "Öffnen"

Dialog "Öffnen"

Zuerst öffnen wir ein neues Bild, also erstellt ein Neues Dokument… Im Dialog geben wir die Größe des Bildes in Pixel an, in unserem falle also 1440×900 für ein Widescreen Wallpaper, das so ziemlich auffälligste Größenformat. Nachdem das neue Dokument erstellt worden ist kehren wir erst einmal zurück zu unserer eingescannten Zeichnung. Indem wir auf das Menü “Auswahl” und “Alles auswählen” klicken, haben wir nun den gesamten Bereich des Bildes markiert das kopiert werden soll. Nachdem das gesehen ist klicken wir gleich danach ebenfalls im Menü auf “Bearbeiten” und dann auf “Kopieren” um den markierten Bereich zu kopieren.

Nun kehren wir zu unserem neu erstellten Dokument zurück und klicken wieder auf “Bearbeiten” aber diesmal auf “Einfügen“. Wenn wir dies getan haben, haben wir erst mal ein riesiges Bild das ganz und gar nicht passt. Das lässt sich aber leicht wieder ausbügeln, in dem wir erst einmal feststellen ob wir

Begrenzungsrahmen ausblenden

Begrenzungsrahmen ausblenden

die Option “Begrezungsrahmen einblenden” im Verschiebetool aktiviert haben damit wir mit den selbigen die Zeichnung der Größe nach anpassen können. Wir passen sie so an, dass die ohne Verzerrungen an die Auflösung des zuvor erstellten Bildes hinein passt. Wenn alles passt und die Zeichnung optimal sitzt bestätigen wir mit “Anwenden”. Es ist zu beachten das links und rechts, vor allem bei unserer Verwendeten Auflösung, weiße Streifen zurück bleiben und die übriggebliebene fläche größer ist als diese des Bildes. Das ist aber völlig normal und kann dann beim Einfärben des Bildes einfach übermalt werden.

Dies ist nur eine Lösung zum anpassen der Auflösung ohne das sich die Zeichnung verzerrt, aber auch eine recht einfache. Man könnte aber auch einfach mit Flash arbeiten wo man Objekt orientiert einfach die Pfade verschieben und Anpassen kann.

Projekt: Serverschrank

Dienstag, 16. Februar 2010
Ein Serverschrank im selbstbau

Ein Serverschrank im selbstbau

Eigentlich jeder Server der eine mehr oder wenige wichtige Aufgabe hat, sei es als Domänen Controller oder Webserver, in einem Serverschrank um vor den Langen fingern der Mitarbeitern oder eben zum Schutz vor äußeren Einflüssen, geschützt zu werden. Das ist zwar nicht so ganz üblich bei Homeservern, aber bei meiner Verkabelung und dem ganzen Netzwerk krempel ist das schon erforderlich. Was brauchen wir? Naja erst mal eine mehr oder weniger gut erhaltene Vitrine aus Holz, ein bisschen Geduld und eben die Elektronik…

Der Schrank:

Erst mal müssen wir in der Vitrine für ausrechend Frischluft sorgen, denn wenn ihr mehrere Server in einer Vitrine stehen habt kann das ganz schnell warm werden oder im schlimmsten Falle sterben die Server oder sogar ihr selbst in einem brachialem feuer *g* Also deshalb am besten die meistens bei diesen Ikea Dingern enthaltenen rückblende die aus einem pappe ähnlichen Holz besteht, lockern oder zumindest einen kleinen offenen Bereich schaffen damit die Server atmen können. Falls ihr so eine Vitrine habt wie ich wo zusätzlich noch Lampen o.ä drinnen ist und deswegen löcher  in der Rückwand sind, kann man da auch prima die Kabel und die anderen wichtigen Verbindungen nach draußen verlegen. Um ganz sicher zu gehen in Sachen Temperatur solltet ihr euch ein kleines Thermometer in den Schrank stellen der die Umgebungstemperatur misst. Die Raumluft sollte nicht über 30°C gehen.

Kabeldurchführungen

Kabeldurchführungen

Die Verkabelung:

Die Verkabelung erfordert besonderes Augenmerk denn bei Falscher Verkabelung oder bei fahrlässiger Verkabelung kann das schon ganz schön gefährlich werden. So solltet ihr z.B keine Verteilerdosen nehmen wo die Isolierung vom Kabel schon lose ist o.ä Da besteht Lebensgefahr also Finger weg. Besser sollte man zu TÜV geprüften oder mit dem GS logo versehene Stecker leisten greifen, kosten zwar mehr dafür hat man aber auch die Gewissheit das man sich nicht so einfach 230V abholen kann. Zudem sollten stromführende kabel besser etwas weiter weg von anderen Datenführenden kabeln gelegt werden z.B Patchkabeln o.a. um Störungen zu vermeiden die durch die Stromkabel wo vieleicht besonders viel Leistung drüberfließt vermieden werden.

Der Opa im Schrank!

Der Opa im Schrank!

Die Komponenten:

Die meisten Leute die einen kleinen Heimserver haben stellen sich gleich einen Quadcore Rechner oder ganze PCs mit Netzteil in den Schrank um die beste Leistung zu erzielen. Das die dann hohe Leistung erzielen will ich nicht bestreiten allerdings wird die Stromrechnung dementsprechend hoch ausfallen, denn ein 24/7 Server der also Tag und Nacht an ist verbraucht ziemlich viel Strom sodass man je nach dem schon so 500 € Stromkosten zusammen bekommt. Um dem vorzubeugen und auch die Nerven eures Bankers zu schonen können wir anstatt den großen sperrigen Rechnern, einfach einen alten Pentium II Laptop nehmen die es mit ein wenig glück, voll funktionsfertig bei eBay oder beim hiesigen gebraucht PC Händler zu kaufen gibt. Noch mehr Strom sparen lässt sich indem man auf einen Server nicht Windows sondern ein Unix System installiert ohne grafische Oberfläche. Durch den verminderten Leistungshunger der Grafikkarte oder des Netzteils lässt sich noch mehr Strom sparen. Bei meinem Server, einer 366 MHz Maschine, komme ich grade mal auf 20W verbrauch, das nicht mal einer Glühlampe entspricht.

Wo wir gerade bei 366 MHz sind, das ist der Nachteil dieser stromsparenden Ausführung, denn je mehr Taktfrequenz oder neuer das verwendete Notebook ist, desto mehr Strom will der delinquent. Allerdings kann man mit 366 MHz, wenn man Linux oder ein anderes Unix OS benutzt, sehr gut arbeiten. So zum Beispiel lässt sich dieser Rechner prima als DNS-Server oder als Proxyserver benutzen. Zusätzlich löst meiner hier die Rechnernamen und Hostnamen in meinem Netzwerk auf  und dient als zentrale Anlaufstelle im Netzwerk um den gesamten Computern im Netz nach draußen zu routen. Weiter im Text: Nachdem wir den Server besprochen haben, können wir DSL Modem und Router, oder wenn ihr beides in einem habt, auch in den Schrank stellen. Auch hier ist wieder zu beachten dass die Geräte nicht zu warm werden und das ihr das vorher richtig testet und ggf. Luftlöcher in die Rückwand macht, und vieleicht noch mit einem handelsüblichen Gehäuselüfter ausstattet.

IP und Hostname

IP und Hostname

Sonstiges:

Um unseren kleinen Selbstbau Rack noch ein bisschen Übersichtlichkeit zu geben, empfehle ich jedem Server oder gerät das im Schrank steht ein kleines Schild zu verpassen auf dem sich die IP und Hostname des Gerätes befindet. Sieht putzig aus und es ist hilfreich wenn man mal die IPs vergisst (Gibt ja solche experten).

Der “Zwerg” im Schänkchen

Dienstag, 18. November 2008

Als ich vor einiger Zeit immer öfter mitbekommen habe das immer mehr Leute sich zuhause einen eigenen kleinen Webserver hallten, sagte ich mir “warum du nicht auch?” Gesagt getan… Ich wollte also einen eigenen Server, also einen Kumpel ausm Nickforum angeschrieben. Ich sagte ich wollte einen Windows basierten Webserver haben wo ich eine mehr oberwenig große Webseite hosten möchte und der meine Arbeitsgruppe “MSHOME” verwaltet. Nun Hardware war so gut wie keine da, weil ich vor kurzem all meine Hardware verschenkt habe, leider, aber egal, kommen wir zum eigentlichen Thema – Dem ersten Server. Ich also wie gesagt meinen Kumpel angeschrieben – ich hatte zu dem Zeitpunkt keinen Plan von irgendwelchen Servern oder Netzwerktechnik! Ich Sagte zum Andi, „Sach mal ich will einen Server haben usw.“ Er dann so „ja klar kein Thema, machen wir“… Also den uralten DELL Laptop aus der Kiste gekramt und soweit fertig gemacht. Angeschaltet und: Uii Windows 98SE ist drauf! Ich dachte mir Naja Windows 98 ist doch auch ok” Naja, VNC drauf geklatscht und Kumpel machen lassen… Da ich damals unbedingt FTP wollte, weil bei Windows 98 die Netzwerk Umgebung immer zickte (Mal ging’s mal nicht) sodass ich nicht in der Netzwerkumgebung auf das online Verzeichnis zugriff hatte… Wir wollten also FilzeZilla FTP drauf machen, erwies sich dann aber als schwierig, weil die neusten Versionen nur unter Windows NT laufen und für Windows 98 gab es erst recht keine FTP Server… Ich dachte mir schon “das wars” aber der Andi hatte noch ein Ass im Ärmel, er installierte einen Browserbasierten FTP Server! Nach stundenlangem hin und her und Problemen und gebastel mit dem Apache, wars dann geschafft! Der NET.Server in seiner primitivsten Form.
Ich also total stolz, und war bereit das Teil mindestens 200 Tage laufen zu lassen. Ich suchte einen geeigneten Platz für den Server und stellte ihn auf das Regal über dem Fernsehgerät…  mmh… Das ding ist Laut und hell…. Es war 04:00 Uhr und ich legte mich ins Bett um zu schlafen. Ich konnte aber nicht einschlafen weil der verdammte Server auch mit ausgeschaltetem Bildschirm Sau hell war… Ich also Aufgestanden (Es sollte nicht das letzte Mal sein) und die Klappe runter gedrückt. *sum sum sum klick* Toll… Jetzt iss er im Ruhrzustand…Ich also wieder klappe aufgemacht und AAAHGHH!! Apache wurde beendet etc., also alles neustarten usw. Gegen die Lautstärke konnte ich auch nichts machen und beschloss mich einfach damit abzufinden. Der Server lief einen Tag und eine Nacht und hatte 1T auf der Uptimer Uhr. Bis ich am Morgen des zweiten Tages zur Kontrolle den Bildschirm aus dem Leerlauf  zurückbrachte, fielen meine ganzen Pläne den Bach runter… Bluescreen.. Und was fürn Prachtkerl “System ist ausgelastet” superklasse -.- Naja das wars dann erstmal für 3 Monate mit dem Server…

Bis ich wieder auf die Idee kam und noch eine alte Windows 2000 CD gefunden hatte die ich dann auch flux auf den Server installierte. Nach dem Setup das einigermaßen zügig voran ging startete der Desktop… Und startete, und startete.. *schnarch* Man-o-Meter würde Spannik jetzt sagen.. Ich also fast 2 Minuten gewartet bis der oben war, ich rechnete schon mit dem schlimmsten, aber Hey! So flüssig wie mit Windows 98! Cool! Jetzt hab ich NT und gleichzeitig die Performance von Windows 98! Man war ich stolz, ich gleich den ganzen Server kram installiert… ABER STOP! Windows Update meldete sich und wollte die Updates installieren, Ich dann „jo warum nicht…“ Also installierte er nach fast 5 !!! Stunden waren alle Updates drauf, aber der Rechner war nicht wiederzuerkennen :( Lahm wie sau und scheinbar schwer von begriff… Naja dachte ich mir, das Issen Server der soll “Servern” und nicht schnell laufen. Also wieder alles eingerichtet hat auch wieder 2 Tage gedauert, und siehe da… Er läuft. Unglaubliche 5 Tage wurde der NET.Server mit Windows 2000 SP4 betrieben!! WOW 5 Tage !!! Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen! *Ironie* Naja egal, ich wollte ja damals den Server per Remote, sprich “VNC” bedienen… Aber als ich immer auf die Konsole wollte merkte ich das mein Grafiktreiber den Windows 2000 da für diese Steinzeit Grafikkarte bereitstellt, angefangen hat mich nicht mehr zu mögen :( Immer wenn ich per VNC auf den Desktop des Server zugreifen wollte gab’s Grafikfehler und ich konnte den Rechner nicht mehr aus dem Ruhezustand zurückholen.. Ich sagte mir schon “So eine Scheiße!” Da schein das Thema “Server” in weiteferne gerückt zu sein! Aber.. Mein sehr guter Freund ritti, ein wirklichter “EDV Gott” der es schwer aufm kasten hat, sagte mir „nicht gleich verzweifeln, Versuchs doch mit Windows NT Terminalserver!“ Das war der Startschuss! Ritti und ich nahmen uns nenn tag “frei” und machten meinen Server! Ich rechne das ihm immer noch heute sehr hoch an das er sich Zeit für mich genommen hat. Also Erstmal ne Windows NT Terminal Edition besorgen… Damals noch über Skype ganz lässig “Ich hab sowas nicht – hasst du? ” Klar! Ich hatte noch eine Bootbare CD gefunden mit dem man das Setup programstarten konnte! Denn ein großes Handicap hatte mein Server… Er hatte kein Diskettenlaufwerk! Eigentlich Fatal, weil diese alten Windows Versionen noch auf Diskette verkauft wurden und selbst die CDs waren nicht Bootfähig, aber Ritti hatte da eine hergezaubert, frag mich nicht woher :D Also CD ins CD Laufwerk und starten lassen… Mit Parametern wurde dann endgültig klargemacht das wir von CD starten.. Und siehe da TADA!! Ein Windows NT typischer Setup- Screen im DOS Modus :) Also ging es los… Wir ließen ihn installieren, Netzwerk einrichten etc… Bis das erste Problem auftauchte! Bei der Installation des TCP/IP Protokolls blieb der Balken auf einmal stehen weil er, wie sich später herausstellte, das Diskettenlaufwerk nach den Treibern absuchte.. Resultat ? Neustarten -.- Und den ganzen Mist nochmal von vorne… Ich Überbrückte das aber mit einer speziellen CD einlege und wieder rausnehm Reihenfolge…! Also an einem bestimmten Punkt die CD rein ne andere rein und dann wieder rein. Stellte sich als Bastelei raus weil der Laptop ja nur ein CD Laufwerk hatte, indem auch der Installationsdatenträger eingelegt war. Endlich!!! War schon am aufgeben, aber es ging weiter… Jetzt hieß es die Netzwerkkarte Installieren…Eine uralte Xircom PCMIA Karte mit 32bit Bus. Super dachte ich mir… Ich also CD rein mit Treiber, ging aber nicht, weil Windows NT also die richtig alten NTs nur .inf Dateien als Treiber akzeptieren… Puh also Google befragt, da fand ich aber nur .exe Dateien… Komisch das von diesen Ominösen “Treiber Webseiten” stand das das auch für Windows NT 4.0, wozu ja der Terminalserver auch gehörte, ginge. Ritti war schon ganz aus der Puste, Weils immer wieder neue Probleme gab :D Aber ritti hatte da auch was in seiner “Zauberkiste” und zwar hatte er auf irgendeiner CD bei sich zuhause noch alte inf Treiber rumfliegen! Bedenkt das wir die ganze Nacht Durch geskypt haben und immer in Verbindung waren… Also Webcam angemacht und auf den Laptopscreen gerichtet, damit er mir helfen konnte den Server lauffähig zu bekommen. Wie gesagt, die inf Treiber, hatte er mir geschickt und jetzt war das Problem, das der Server ja kein Diskettenlaufwerk hatte und ich leider einen 4,5 MB großen Treiber auf eine einzelne CD brennen musste. Naja hatte grade erst ne frische 300er spindel gekauft. Also CD eingelegt den Treiber für die Netzwerkkarte installiert. Hui… Es erschien ein Fenster wo er die IRQs wissen wollte von der karte… Toll, hab da ja keinen Schimmer von, irgendwas eingestellt und das Setup zu ende installieren lassen… Endlich, Das Betriebssystem startete.. Leider halt ohne Netzwerk, obwohl das Netzwerkkabel in der Buchse steckte… Es folge ein bastel- Marathon. Ritti erklärte mir nebenbei noch die Aufgaben dieser Terminalserver von damals noch während ich versuchte den richtigen IRQ zu finden, aber leider war das aussichtslos, weil es so viele verscheidende Kombinationen gab. Also sagte ich zu ritti das es einfach wäre auf der Zweiten Partition einfach Windows 2000 nochmal zu installieren und dort mit dem Windows 2000 Geräte Manager den richtigen IRQ zu finden, da Windows NT 4.0 keinen solchen hatte. Also wieder in die Hände gespuckt! Es war mittlerweile 3 Uhr Morgens und ich war noch beim installieren, die Webcam auf den Bildschirm gerichtet das ritti was sieht. Nebenbei unterhielten wir uns über Gott und die Welt, und vor allem über EDV Krimskrams, dass ich echt interessant fand. Also Windows 2000 startete ohne Probleme und ich schrieb die notwendigen Daten ab. E/A- FC00 – FC7F Speicherbereich: FF9FF 800 – FF9FFFFF ergibt also IRQ 9! Gar nichts so schwer, allerdings brauchten wir da die Speicherbereiche, und von denen gab es hunderte. Also wollten wir wieder in Windows NT Terminal Server starten, um die Windows 2000 Partition zu löschen. Wurde aber nix draus denn Windows NT 4 produzierte einen schönen Bluescreen mit der Meldungen NTFS_BROKEN so in der Art hallt… Herrlich, Windows 2000 hatte es irgendwie geschafft das NTFS Dateisystem des Terminalservers zu vermurksen, und das obwohl Win2k auf der anderen Partition lag !! Denn ihr müsst wissen das NTFS von NT4 und das von 2000 sind verschiedene Versionen. Sie können zwar gelesen werden von den Betriebssystemen, aber sie können nicht vom Kernel angesprochen werden. Naja sei es drum. Es war mittlerweile 4 Uhr moins und die Vögel haben schon gezwitschert… Ritti wich mir nicht von der Seite, denn er wollte das teil ja auch noch rennen sehn ;) Also wieder alles auf null, komplette Festplatte formatiert, und alles nochmal neu drauf…Dann die Daten in das Fensterchen eingetragen: SCHEISSE!! Den Speicherbereich den wir brauchen bietet der Treiber nicht an! -: Naja ich war eh schon am aufgeben sodass ich den nächst gelegenen Speicherbereich auswählte. Dann wie Windows NT 4 startete traute ich meinen Augen nicht, die LED der Netzwerkkarte leuchtete, weil wir vorher ja schon die Daten eingetragen hatten :D Ich jubelte laut, und der ritti musste einfach nur lachen ^^ Tja dann ging’s los mit dem konfigurieren des Servers! VNC drauf, ritti übernimmt -  Machte einen Heiden spaß und ich lernte dabei auch was, weil mir ritti alles genau erklärte… Wir waren dann soweit den Server soweit “abzuschließen” das heißt das die Konfiguration komplett ist und das wir ihn in den Schrank stellen! Das machten wir auch, und… Wunderbar, der Lüfter war aus weil NT4 die CPU nicht so viel belastet, ich konnte den Display des Servers runter drücken ohne das er in den Ruhezustand ging – PERFEKT!! Der Server lief nun 39 Tage lang ohne Probleme, als ich beschloss mit dem ritti zusammen den alten NT Server, IPv6 tauglich zu machen… Bei Microsoft fanden wir auch die passende Treiber Software etc. Also schweren Herzens Neugestartet nach der Installation, wegen dem Uptimer Project *g* und Zack ne kernel Fehlermeldung! Aber kein Bluescreen! Es war ein Dialogfenster in dem irgendwas von Kernel32.dll;Kernel32.dll;Kernel32.dll stand… Ganz komisch… Dann kam es auch zu anderen Probleme zum Beispiel das das Betriebssystem so alt war das einige System dll’s nicht mehr aktuell waren und sich Software zwar installieren lies die für NT war aber beim Starten immer ne Fehlermeldung rausgaben! Das endete dann so das ich nicht mal mehr diese webserver Software “XAMPP” bedienen konnte weil das php Interface verbuggt war.Schweren Herzens entschied ich mich dann mit ritti zusammen den Server wieder komplett platt zu machen und Linux drauf zu spielen. Ritti hielt mir schon zu NT zeiten immer vor “warum kein linux” :D Also Neuste Etch Webinstall Distro gezogen von debian.org und installiert! Völlig ohne Oberfläche, einfach nur Konsole – Reiner Text!

Nach dem wir installiert haben wurde die Netzwerkkarte gleich ohne irgendwelche fragen erkannt und installiert und alles funktionierte auf Anhieb! Ritti konnte gleich via SSH drauf zugreifen, und stellte mir alles ein! Mittlerweile habe ich einen DNS Server, Teamspeakserver,IRC, ipv6 und so viel mehr drauf laufen! Linux ist tatsächlich das perfekte Betriebssystem für den Server und er läuft bis  heute ununterbrochen! Mittlerweile läuft der Server sehr stabil, und er ist aus dem täglichen Alltag nicht mehr weg zu denken, schließlich löst er meine DNS auf und sorgt dafür das mein IRC Netzwerk läuft. Außerdem ist es immer praktisch eine Linux Konsole zu haben, wenn man mal was kompilieren must, vor allem wegen den vielen Laufzeitumgebungen und den Programmiersprachen. Rittis Server läuft nach dem gleichen prinziep wie meiner: Laptop, geringer stromverbrauch, Linux…
Also hatte ich also Linux drauf… Zuerst wusste ich nicht was ich damit anfangen soll. “Hää ? Kein Desktop ? Wasn Scheiß” dachte ich an manchen Tagen. Ich kann aber nur sagen, das ich mir kein besseres Betriebssystem vorstellen kann als Linux für diese art von Rechnern. Vor allem wenn der Server, wie in meinem falle, nur 128 MB RAM und einen 366 MHz Prozessor verfügt. Ein Linuxsystem völlig ohne Oberfläche das rein textbasiert ist, entlastet die System Ressourcen entscheidend und bringt auf kurz oder lang einen entscheidenden Leistungschub! Auch entlastet die geringe Leistungs- Anforderung auch die Hardware, und natürlich auch den Geldbeutel. Man muss erstmal versuchen einen Server auf einen Desktop PC aufzusetzen, sprich, ein 500W Netzteil 1 GB RAM etc. Da kommt man nach ein paar Monaten schon auf 200 Euro mehr auf der Stromrechnung. Deshalb sind solche “hyper Server” im Privatbereich nie lange am Netz. Deshalb sage ich, wenn auch ihr einen solchen Server haben wollt: Benutzt keinen Desktop Rechner! Benutzt nur einen Laptop bzw. Notebook für euer vorhaben.
Ritti und ich hatten also aus meinem Windows 98 Laptop einen vollwertigen kostengünstigen Linux Server gemacht. Eine regelrechte eierlegende Wollmilchsau! Auf Linux klappte die IPv6 Unterstützung auf Anhieb, keine Neustarts etc. Das Coole an Linux ist, das es scheinbar Modular aufgebaut ist d.H das wenn ich etwas installiere oder änder, das ich nur die Anwendung neustarten zu brauche, nicht das ganze System. Später kahm dann ein IRC Server hinzu der auf unter Windows NT lief, aber hier einfacher zu installieren war als unter Windows. Einfach die Pakete gedownloadet, Kompilieren lassen und die Config bearbeiten, wobei mir Ritti half und ich persönlich nicht durchgestiegen bin ^^ Zurück zum IPv6: Dar hier IPv6 nur durch sogenannte “Tunnelbroker” verfügbar ist, haben wir uns so einen angeschafft. Das war auch der Grund warum wir unter NT4 neustarten mussten weil wir den IPv6 stack installieren wollten. Dummerweise lief das Program nicht und der Tunnelbroker SixXS lehnte meine Mitgliedschaft eh ab. Naja unter Linux hatten wir dann einen neuen Tunnelbroker nämlich “freenet6″ dieser erwies sich dann aber als absoluter Müll weil die Pingzeiten katastrophal waren. Nun ja, ich gab nicht auf und stellte das Problem mit SixXS klar, sodass ich doch einen Tunnel bekam. So das es nun möglich ist eine DNS Auflösung zu ermöglichen und Namensserver etc. Das Gute an IPv6 ist das man keine Ports forwarden muss und das man keine 24 Stunden Trennung hat Naja wie auch immer, Linux war auf dem Server und bis heute gab es keine Probleme damit. Es amen kleine Spielereien wie TeamSpeak drauf, als Skype Ersatz, oder kleinere Konsolen spiele, wie Tetris. In Linux gibt es auch kleine Erleichterungen wie zum Beispiel einen Download Manager! Ja ganz genau einen Downloadmanger unter der Konsole! Damit ließen sich leicht Dateien runterladen. Das Zielverzeichnis musste man einrichten indem man zum gewünschten Zielverzeichnis navigierte z.B cd /var/www  wie in diesem Falle.

Zugegeben die Tastaturbedienung dieses Servers ist am Anfang ungewohnt, aber wenn man den bogen raus hat macht es sogar Spaß! Die Maus die bislang immer am Server gesteckt hatte habe ich schon lange nicht mehr angeschlossen! Tja, leider explodierte dann das Notebook und mit dem Server wars aus^^ 144 Tage lang hats gedauert und muss sagen, es war geil :)