Mission Plattentausch: Debian Server
Donnerstag, 15. April 2010Nachdem ich schon erwähnte das es den Festplatten in meinen Notebookservern, auch “Harz4 Server” oder “Harzer Host” genannt, allmählich die Lebenskraft entweicht, musste ich Handeln und Tauschte gestern erst mal die Festplatte von „netserver“ aus. Festplatten leben nicht ewig, denn durch ständiges an und Ausschalten des PCs aber auch durch Benutzung “leiern” Festplatten mit der Zeit eben aus, da sie eben immer noch Mechanik enthalten und getreu der Physik kann man kein Gerät herstellen das keine Verlustleistung hat, siehe auch Energieerhaltungssatz. Gerade bei alten Platten also der Generation bis zum Jahr 2001 hört man es ! Denn alte Platten kündigen ihren baldigen Ton meistens mit einem lauteren Laufgeräusch an, das dann im Laufe der Zeit zu einem „Flex“ ähnlichen Geräusch wird bis hin zum klingeln. Gefolgt wird ein Plattentot dann von langsam fehlerhaften Sektoren auf der Platte. Das waren die Alten Festplatten, denn die neuen Festplatten, also die Aktuellen die man sich im Laden kaufen kann und auch die schon etwas in die Jahre gekommene IDE Generation, wird nicht lauter… Nein, denn diese Kameraden fallen einfach von jetzt auf dann aus. Also man hört nur noch ein klackern und das war es dann.
Soweit kam es bei meinen Serverplatten jedoch nicht denn lediglich die alte, kreischende aber dennoch funktionstüchtige, 6GB Festplatte musste raus. Da der netserver die Routing aufgaben in meinem Netzwerkübernimmt musste ich zunächst die Clientrechner im Netzwerk auf den Router Gateway und auch dem T-Online DNS verpassen damit man mit denen überhaupt ins Internet kam. Nachdem dies erledigt war konnte ich das momentan auf dem Server vorhandene Debian 4.0 System runterfahren und den Server bzw. das alte Dell Notebook auf meinen Schreibtisch legen. Um nachher bei der Installation Netzwerkzugriff und Strom zu haben habe ich das Netzteil und das Netzwerkkabel das beides aber noch nich angeschlossen wurde bereit gelegt. Das Netzwerkkabel habe ich einfach an eine Freie buchse des Switches im Rechenschrank gesteckt.
Dann begann die Bastellei. Die Festplatte des Notebooks verbarg sich an der rechten Seite des Gehäuses und war mit Schrauben gesichert. Ein Glück denn bei den neueren Notebooks werden die Platten aus Designgründen schön versteckt damit man gleich das gesamte Notebook auseinander nehmen muss. Dies ist hier nicht der Fall sodass ich ganz einfach, nachdem ich die Schrauben gelöst hatte, das Caddy rausziehen konnte worin die Festplatte lag. Das sogenannte “Caddy” ist wie eine Schublade in der die Festplatte drinnen liegt und befestigt wird. An der Festplatte vorne ist meist ein Adapter der den normalen 2,5′ IDE Anschluss mit dem Stecksystem der unterschiedlichsten Hersteller kreuzte. Diesen Adapter schraubte ich erst mal ab, aber Vorsichtig und ich passte auf wie der Adapter lag, denn auch wenn das Verpolen ausgeschlossen war, wegen
eines Fehlenden Pins auf der Festplatte, wollte ich auf Nummer sicher gehen. Die Alte Festplatte musste ich nur noch behutsam aus dem Caddy befreien und zur Seite legen.
Nun konnte ich die Neue Festplatte auspacken und sie in das Caddy legen. Eine stink normale 2,5′ 40 GB IDE Festplatte vom Conrad. Gut das noch ein paar günstige 2,5 IDE platten gekauft werden die eine für ältere Notebooks akzeptable Kapazität haben. Denn der in meinem Servernotebook enthaltene IDE Bus im Chipsatz, ein Intel 440BX, hat eine Maximale Ansprechgröße von 64 GB, sodass man nicht unnötig die Volle Breite ausnutzen sollte da das oft zu Fehlern führt. Die neue Festplatte schraubte ich dann also schön fest und schon den Adapter des Caddies vorsichtig auf die IDE Anschlüsse der Platte. Nun konnte ich den gesamten Caddy wieder reinschieben wie eine Schublade die ich dann auch festschraube.
Die wichtigsten Arbeiten waren nun erledigt. Allerdings musste ich noch gucken ob die Festplatte im BIOS überhaupt erkannt wird, weil wie gesagt der 440BX Chipsatz soll ja sehr pingelig gewesen sein der damals Standardmäßig in viele Modelle eingebaut wurde. Im BIOS dann Gewissheit, die Festplatte wurde wunderbar erkannt und zeigte die Volle Kapazität von 40 GB an. Nun konnte es ans Installieren gehen.
Als Betriebssystem kam wieder ein Debian zum Einsatz in der Aktuellen Version 5. Da ich vorher vor dem Plattentausch noch schnell ein Backup gemacht habe von “etc”, “home” und “www” brauchten wir nur zu installieren, als das Betriebssystem stand, und bequem die Config-Dateien des Backups zurückspielen. Der Server mache wieder seine gewohnte Arbeit und ich habe jetzt schön viel Platz für Programme die ich dann in meinem Netzwerk dann freigeben kann. Nächste Woche kommt dann Triton dran, mein Windows Server bei dem das dank Active Directory und Gesamtstruktureller Vertrauensstellung komplizierter und eine ganz andere Sache wird.


























